Amsterdam Waterland Marathon 2018

Kanu

13 Uhr ging es dann los. Der Massenstart war auf einem See, doch dieses Jahr gab es zum Glück nicht viel Wind....

Am Freitagvormittag haben wir uns mit dem Auto auf die Reise zum ersten Wettkampf des Jahres nach Amsterdam gemacht. Acht Stunden Fahrt hatten es in sich und so waren wir froh, als wir abends noch "im Schein der untergehenden Sonne" sitzen konnten. Dort haben wir die Kanuten aus Cottbus und Berlin getroffen, mit denen wir einen großen Teil des nächsten Tages verbrachten.

Nach dem Aufwachen und einem Blick an den Himmel war klar: solch ein tolles Wetter kann für den Marathon nur Gutes verheißen. Da unsere Unterkunft für die Nacht noch knapp 100 km vom eigentlichen Wettkampfort entfernt war, sind wir gleich nach dem Frühstück aufgebrochen. Kurz nach halb Zehn kamen wir am Club an, haben unsere Nummern geholt, den Streckenplan begutachtet und sind uns kurz eingefahren. Beim Briefing erfuhren wir, dass 16 Nationen an dem Wettkampf teilnehmen, darunter auch viele Weltmeister der vergangenen Jahre. Der Start der Junioren war, im Gegensatz zu der Leistungsklasse, in Monnickendam, ca. 10 km weiter nördlich.

13 Uhr ging es dann los. Der Massenstart war auf einem See, doch dieses Jahr gab es zum Glück nicht viel Wind. Ich habe gleich zu Beginn eine gute Welle erwischt und konnte mit den Anderen fahren, dabei waren die ersten Kilometer zum Kennenlernen und Einschätzen. Lustigerweise sind die Berliner in meiner Nähe gewesen und so haben wir uns gegenseitig vorangetrieben. Nach dem See ging es dann los mit den Kanälen. Rechts und links Wiese, dazwischen Wasser. Nach etwa der Hälfte der Strecke war es Zeit für die Portage. Diese ist sehr außergewöhnlich, da man nicht wie sonst üblich am Steg oder Strand aus dem Boot springt, sondern mit Schwung auf das Ufer fahren muss. Einige, die nicht weit genug darauf waren, sind auch schnell Baden gegangen, denn das Ufer fällt sofort nach der Kante senkrecht ab. Über den Kuhacker gelaufen, setzt man im Schlamm wieder ein und die weiteren Kilometer gehen aufgrund der geringen Wassertiefe sehr schwer. Dafür paddelt man auf den zahlreichen Wasserstraßen Amsterdams. Die Wiesen wurden zu Dörfern und schließlich zu Kanälen mit Betonmauern und etwas Motorbootsverkehr. Die zweite Hälfte der Strecke bin ich mit zwei Jungs gefahren, zusammen haben wir unser schnelles Tempo gehalten und nach dem Endspurt waren wir glücklich, die 14 km erfolgreich überstanden zu haben.

Am Nachmittag waren dann noch die Siegerehrungen, wo man erkannte, dass die auf internationalen Regatten erfolgreichen Sportler sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen das Feld dominierten. Bei den Damen Junioren habe ich den zweiten Platz hinter einer Belgierin belegt, Dritte war ebenfalls eine Deutsche. Das bombastische Wetter hat den ereignisreichen Tag zusätzlich verschönert, denn die Sonne ließ sich die ganze Zeit blicken. Erschöpft, aber zufrieden traten wir schließlich die Heimreise an und sind auch nur etwas verspätet durch Stau in Leipzig wieder angekommen.